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Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr - Arbeitgeber bekräftigen erneut ihr Angebot

Pressemitteilung des KAV Niedersachsen

Arbeitgeberangebot enthält bereits Entlastungsaspekt/ Angebot geht im Bereich Urlaub weiter als der TVöD / nächste Verhandlungsrunde am 1. Juni 2026


HANNOVER: Die Gewerkschaft ver.di hat vom 15. bis 22. Mai 2026 unsere Mitglieds-Nahverkehrsunternehmen in Niedersachsen bestreikt. Die kommunalen Arbeitgeber mussten an einigen Streiktagen feststellen, dass vor Ort keine Streik-Aktionen stattgefunden haben und die Betriebshöfe verwaist waren. Laut Gewerkschafts-Plakaten fand nicht an allen Tagen ein offizielles Programm statt.

So hat ver.di u.a. in Göttingen plakatiert:

Bild vergrößern: ver.di Streikaufruf_KW 21-2026_fotografiert in den Räumen der Göttinger Verkehrsbetriebe GÖVB
ver.di Streikaufruf_KW 21-2026_fotografiert in den Räumen der Göttinger Verkehrsbetriebe GÖVB

Vor diesem Hintergrund bekräftigen die Arbeitgeber erneut Ihr Angebot aus der letzten Tarifrunde, in dem der Entlastungsaspekt bereits enthalten ist!

Die Arbeitgeber bieten weiterhin an:

  1. einen zusätzlichen Urlaubstag ab 2027.
  2. die beiden bisher gewährten „freien Tage“ werden in zusätzliche Urlaubstage umgewandelt, sodass der bezahlte Jahresurlaub sodann insgesamt 33 Tage umfasst.


Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen „Mit unserem Angebot im Nahverkehr (TV-N Niedersachsen) von 33 Tagen Urlaub ab 2027 gehen wir an die Grenze dessen, was unsere kommunalen Betriebe leisten können. In den Kommunen haben die Beschäftigten nach dem dortigen Tarifvertrag (TVöD) nur 31 Tage Urlaub.“

„Eine Gewerkschaft, die am Streiktag die Öffentlichkeit scheut und sich versteckt, scheint zu wissen, dass sie mit diesem Streikaufruf weit über das Ziel hinausgeschossen ist. Die Gewerkschaft weigert sich beharrlich, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des öffentlichen Nahverkehrs verstehen zu wollen“, so Michael Bosse-Arbogast weiter. „Eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit erhöht die Personalkosten der niedersächsischen Unternehmen um weitere etwa 10 Millionen Euro. Das können weder die Verkehrsunternehmen noch die Kommunen bezahlen.“


Die 5. Tarifrunde ist für Montag, den 1. Juni 2026 angesetzt. Die Arbeitgeber halten daran fest und betonen, Lösungen und konstruktive Gespräche können nur am Verhandlungstisch erzielt werden.


Tarifrunde TV-N Niedersachsen 2026: Der KAV Niedersachsen verhandelt seit dem 19. Februar 2026 für insgesamt zehn kommunale Nahverkehrsunternehmen (Braunschweiger Verkehrsgesellschaft BSVG, Delbus GmbH & Co. (Delmenhorst), Göttinger Verkehrsbetriebe GÖVB, MOIN Mobilitätsinfrastruktur und -betriebs GmbH Landkreis Lüneburg, SWO Mobil GmbH (Osnabrück), Stadtbus Goslar, SVHI Stadtverkehr Hildesheim, Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und Wolfsburger Verkehrsgesellschaft WVG) mit rund 4.550 Beschäftigten den Manteltarifvertrag für den Nahverkehr (TV-N) in Niedersachsen mit dem ver.di Landesbezirk Niedersachsen/Bremen.


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