Inhalt

Hier finden Sie alle aktuellen Informationen und Pressemeldungen des KAV Niedersachsen und der VKA.

Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr - Einigung steht - Planungssicherheit bis 2030

Pressemitteilung des KAV Niedersachsen

Planungssicherheit für die kommunale Familie bis 2030 / Neue Flexibilität bei der Arbeitszeit / Finanziell vertretbarer Abschluss


HANNOVER: Der KAV Niedersachsen verhandelt seit dem 19. Februar 2026 für insgesamt zehn kommunale Nahverkehrsunternehmen (Braunschweiger Verkehrsgesellschaft BSVG, Delbus GmbH & Co. (Delmenhorst), Göttinger Verkehrsbetriebe GÖVB, MOIN Mobilitätsinfrastruktur und -betriebs GmbH Landkreis Lüneburg, SWO Mobil GmbH (Osnabrück), Stadtbus Goslar, SVHI Stadtverkehr Hildesheim, Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und Wolfsburger Verkehrsgesellschaft WVG) mit rund 4.550 Beschäftigten den Tarifvertrag für den Nahverkehr (TV-N) in Niedersachsen mit dem ver.di Landesbezirk Niedersachsen/Bremen.

Die Tarifvertragsparteien haben im Rahmen der Schlichtung vom 29. Juni bis 1. Juli 2026 einen Einigungsvorschlag erarbeitet, der heute von den jeweiligen Gremien, dem Fachausschuss Nahverkehr vom KAV Niedersachsen und der Tarifkommission von ver.di, angenommen wurde.

Damit ist die Tarifrunde zum Tarifvertrag für den Nahverkehr (TV-N) in Niedersachsen beendet.

Im Detail haben sich die Tarifvertragsparteien darauf geeinigt, dass ab 2028 die Arbeitgeber auf örtlicher Ebene ihren Beschäftigten anbieten können, auf Wunsch bis zu 42 Stunden pro Woche zu arbeiten. Dies erhöht die notwendige Flexibilität in den kommunalen Unternehmen. Gleichzeitig hat der KAV Niedersachsen akzeptiert, dass die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit ab dem 1. Januar 2028 von 39 Stunden auf 38,5 Stunden gesenkt wird. Darüber hinaus entsteht der Anspruch auf Zahlung eines Zuschusses im Krankheitsfall erst nach einem Jahr der Beschäftigung, was zu einer Kosteneinsparung führt. Der Zeitzuschlag für Sonntagsarbeit wird angepasst und erhöht sich von 25 Prozent auf 30 Prozent. Das Urlaubsgeld steigt um rund 180 Euro.

Der Tarifvertrag erhält eine Laufzeit bis zum 31.12.2029. 


Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen: „Die Durchführung einer gemeinsamen Schlichtung war der richtige Weg, um die jeweiligen Positionen besser zu verstehen. Unser Ziel war es während der gesamten Schlichtung, die realitätsfernen Forderungen abzuwehren. Die finanziellen Auswirkungen dieses Tarifabschlusses sind für unsere kommunalen Unternehmen in Gänze überschaubar und haben gleichzeitig die Grenze des Möglichen erreicht. Die lange Laufzeit bis Ende 2029 hilft uns in der kommunalen Familie und bringt die nötige Planungssicherheit.“

„Die Einführung eines flexiblen und gleichzeitig freiwilligen Systems für eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit ist ein Meilenstein in der Geschichte des kommunalen Nahverkehrs in Niedersachsen. Daher sind wir mit dem Verlauf und dem Ergebnis zufrieden“, so Bosse-Arbogast abschließend. 



Pressemeldung als Download