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Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr - Gespräch ohne Ergebnis

Pressemitteilung des KAV Niedersachsen

Gespräch mit ver.di in kleiner Runde/ ver.di beharrt auf Position / Kein Entgegenkommen der Gewerkschaftsseite den angekündigten Streik zu Verschieben / ver.di setzt weiterhin auf Eskalation am Montag und Dienstag (20. und 21. April)


HANNOVER: Der Kommunale Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) hat sich heute am 17. April 2026 mit der Gewerkschaft ver.di in kleiner Runde erneut zu Gesprächen getroffen.

Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen „Der Streikaufruf zum Start der HANNOVER MESSE schadet sowohl unserer Stadt als auch dem Ansehen des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Gerade in der jetzigen Zeit sollten wir gemeinsam für das reibungslose Gelingen einer solchen Großveranstaltung sorgen und uns als weltoffene und gastgeberfreundliche Stadt mit einem gut ausgebauten ÖPNV, den die Landeshauptstadt Hannover zweifelsohne hat, präsentieren.“

Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen betont  „Das Streikrecht ist für uns unantastbar. Wir verstehen, dass die Gewerkschaft ihren Tarifforderungen noch einmal Nachdruck verleihen möchte. Der Zeitpunkt ist aber falsch gewählt. Daher appelliere ich an die Gewerkschaft, den Streikaufruf für kommende Woche zu überdenken und zu verschieben.“

„Der KAV Niedersachsen hat seine Gesprächsbereitschaft in nahezu allen offenen Punkten der Tarifverhandlungen aufrechterhalten. Beim Thema Arbeitszeitreduzierung sprechen sich die Arbeitgeber jedoch geschlossen gegen eine Absenkung aus. Eine Reduzierung der Produktivität führt zu einer Verschlechterung des Fahrplanangebotes. Allein die Absenkung um eine Arbeitsstunde pro Woche bedeutet für unsere 10 kommunalen Unternehmen eine finanzielle Mehrbelastung von 7,5 Millionen Euro pro Jahr“, so Bosse-Arbogast weiter.

„Während sich andere Branchen in Deutschland in wirtschaftlich unruhigen Zeiten befinden und Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze fürchten, will ver.di im Nahverkehr weniger arbeiten. Und die Zeche sollen die niedersächsischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen“, so Bosse-Arbogast abschließend.


Der KAV Niedersachsen verhandelt seit dem 19. Februar 2026 den Tarifvertrag für den Nahverkehr (TV-N) in Niedersachsen. In den Verhandlungen geht es um Regelungen im Manteltarifvertrag und nicht um Entgelte oder die Wochenarbeitszeit. Die 4. Tarifrunde ist für Montag, den 11. Mai 2026 angesetzt. Die Arbeitgeber halten daran fest und betonen, Lösungen und konstruktive Gespräche könnten nur am Verhandlungstisch erzielt werden.


Tarifrunde TV-N Niedersachsen 2026

Der KAV Niedersachsen verhandelt ab dem 19. Februar 2026 für insgesamt zehn kommunale Nahverkehrsunternehmen (Braunschweiger Verkehrsgesellschaft BSVG, Delbus GmbH & Co. (Delmenhorst), Göttinger Verkehrsbetriebe GÖVB, MOIN Mobilitätsinfrastruktur und -betriebs GmbH (Lüneburg), SWO Mobil GmbH (Osnabrück), Stadtbus Goslar, SVHI Stadtverkehr Hildesheim, Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und Wolfsburger Verkehrsgesellschaft WVG) mit rund 4.550 Beschäftigten den Manteltarifvertrag für den Nahverkehr (TV-N) in Niedersachsen mit dem ver.di Landesbezirk Niedersachsen/Bremen.

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