Inhalt

Hier finden Sie alle aktuellen Informationen und Pressemeldungen des KAV Niedersachsen und der VKA.

Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr - Eskalation ohne Grund - Kein Verständnis für Streikmaßnahmen

Pressemitteilung des KAV Niedersachsen

Kein Ergebnis in der 3. Runde / Arbeitgeberseite hat kein Verständnis für Streiks zum aktuellen Zeitpunkt / Wir bezahlen für Arbeit und nicht für Abwesenheit / Streiks gehen zu Lasten der Fahrgäste / ver.di setzt auf Eskalation statt auf Verhandlungen


HANNOVER: Die Tarifverhandlungen des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Niedersachsen (KAV) mit der Gewerkschaft ver.di am 13. April 2026 zum TV Nahverkehr Niedersachsen haben kein Ergebnis erbracht.

Der KAV Niedersachsen verhandelt seit dem 19. Februar 2026 den Tarifvertrag für den Nahverkehr (TV-N) in Niedersachsen. In den Verhandlungen geht es um Regelungen im Manteltarifvertrag und nicht um Entgelte oder die Wochenarbeitszeit.


Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen: „Wir haben im Rahmen der dritten Verhandlungsrunde angeboten, die freien Tage pro Jahr von bisher 32 auf 33 Urlaubstage zu erhöhen. Zudem bieten wir eine Erhöhung des Urlaubsgeldes und des Zuschlags für die Sonntagsarbeit an“. Zudem erhalten alle Beschäftigten in Niedersachsen ab dem 1. Mai 2026 eine Entgelterhöhung von 2,8 Prozent. „Das alles reicht der Gewerkschaft ver.di nicht für einen Tarifabschluss und zeigt: ver.di hat inzwischen die Bodenhaftung verloren. Denn die Finanzierung des gesamten öffentlichen Personennahverkehrs erfolgt durch die Kommunen, die Fahrgäste und letztlich durch die Steuerzahler“, so Bosse-Arbogast weiter.Die Gewerkschaft verlangt noch immer eine Absenkung der derzeitigen Wochenarbeitszeit von 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich. „Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit ist von den Nahverkehrsunternehmen und den Kommunen nicht finanzierbar. Wir bezahlen für Arbeit und nicht für Abwesenheit“, sagt Bosse-Arbogast abschließend.  


Michael Bosse-Arbogast, Hauptgeschäftsführer des KAV Niedersachsen: „Die Gewerkschaftsseite hat offensichtlich nur auf das Ende der Friedenspflicht gewartet. Unnötige Streiks im kommunalen Nahverkehr gehen ausschließlich zu Lasten der Fahrgäste, also der Bürgerinnen und Bürger. Und das in einer Situation, in der viele Menschen wegen der Spritpreise das Auto zugunsten des ÖPNV stehen lassen. Für eine solche Eskalation hat die Arbeitgeberseite kein Verständnis.“


Die 4. Tarifrunde ist für Montag, den 11. Mai 2026 angesetzt. Die Arbeitgeber halten daran fest und betonen, Lösungen und konstruktive Gespräche könnten nur am Verhandlungstisch erzielt werden.



Tarifrunde TV-N Niedersachsen 2026

Der KAV Niedersachsen verhandelt ab dem 19. Februar 2026 für insgesamt zehn kommunale Nahverkehrsunternehmen (Braunschweiger Verkehrsgesellschaft BSVG, Delbus GmbH & Co. (Delmenhorst), Göttinger Verkehrsbetriebe GÖVB, MOIN Mobilitätsinfrastruktur und -betriebs GmbH (Lüneburg), SWO Mobil GmbH (Osnabrück), Stadtbus Goslar, SVHI Stadtverkehr Hildesheim, Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und Wolfsburger Verkehrsgesellschaft WVG) mit rund 4.550 Beschäftigten den Manteltarifvertrag für den Nahverkehr (TV-N) in Niedersachsen mit dem ver.di Landesbezirk Niedersachsen/Bremen.


Sie können die Meldung hier als PDF downloaden.